Aktuelles


Brich´ dem Hungrigen dein Brot!

- Abiturjahrgang übergibt Spende an die Bamberger Tafel -

Der diesjährige Abiturjahrgang des Theresianums will etwas Gutes tun. In der Abiturkasse war noch ein großer Restbetrag übrig geblieben, welcher weder für die Abiturzeitung, noch für die Abiturfeier benötigt wurde.

Nach einigen Überlegungen, zu welchem Zweck man das Geld verwenden könnte, kam man auf die Idee, es dem St. Vinzenz Verein Bamberg e.V. zu spenden. Besser bekannt ist der Verein auch unter dem Namen „Bamberger Tafel“.

Severin Tyburski überreichte der Chefin der Bamberger Tafel, Frau Michaela Revelant, im Namen des gesamten Abiturjahrgangs einen Scheck im Höhe von 500 €. Dieses Geld kommt nun hilfsbedürftigen Menschen in Bamberg und im Bamberger Umland zugute.

Mit großem Engagement arbeiten nun schon über 40 ehrenamtliche Mitarbeiter in der Bamberger Tafel. Immer mittwochs und samstags ist Essensausgabe und es kommen bis zu 500 Menschen am Tag, sodass am Abend das Lager leer ist.

Seit nunmehr 18 Jahren betreiben Frau Revelant und ihr Mann dieses Projekt und haben mit den Jahren den Betrieb immer weiter vergrößern und ausbauen können.

So hoffen wir nun, dass wir mit unserer Spende einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, dass wieder einige bedürftige Familien etwas zu essen auf dem Tisch stehen haben und sich daran erfreuen können! (nk)


We are the champions!

Alle Abiturienten haben bestanden!

Heuer gab es besonderen Grund zum Feiern, denn alle Abiturienten der beiden Schulen des Theresianums haben bestanden!

Die Feierlichkeiten begannen um 09.30 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Karmelitenkirche, dem Schulleiter P. Roland Hinzer O.Carm. vorstand. Mit ihm am Altar standen der Hochwürdigste Herr Provinzial P. Dieter Lankes O.Carm., Seminardirektor P. Gerhard Förtsch O.Carm., der ehemalige Seminardirektor P. Jakobus Antretter O.Carm., P. Jason Thomas OSH als Gast von Seminarist Severin Tyburski und Herr Christoph J. Klein o.praem., der Heimatpfarrer von Seminarist Nicolas Kehl.

Nach der Hl. Messe fand die Feierstunde in der Turnhalle statt, wo auch die Zeugnisse verliehen wurden. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Seminarist Ludwig M. Jetschke am Klavier, jener hatte bereits den Gottesdienst an der Orgel sehr feierlich begleitet.

Die Abiturrede für die Lehrerschaft hielt in diesem Jahr StR iK Alfred Sörgel, der nach Beendigung dieses Schuljahres aus dem Schuldienst ausscheiden wird und seinen wohlverdienten Ruhestand genießen kann!

Für die Abiturklasse trat Abiturientin Madleen Morina ans Mikrophon und hielt eine sehr kreative Rede, die die Abiturklasse mit einer Fußballmannschaft in einer WM verglich.

Im Anschluss an die Feier in der Sporthalle fand eine lockere Begegnung im Lichthof der Schule statt und so manche Träne floss bei den Abiturienten, denen die Schulgemeinde sehr ans Herz gewachsen ist und die sie nun nicht mehr so oft sehen werden.

 Allen Abiturienten Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Abitur!!! (nk)

 

 


Komm, Heiliger Geist, mit deiner Kraft!

-Schulgemeinde feiert Pfingstgottesdienst-

 

Am letzten Schultag vor den Pfingstferien versammelte sich die Schulgemeinde zu einem Pfingstgottesdienst in der Schulkapelle; der Eucharistiefeier stand Schuldirektor P. Roland Hinzer O.Carm. vor.

Thema der Predigt, welche von den Schülern mitgestaltet wurde, waren „die sieben Gaben des Heiligen Geistes“. Jede Gabe wurde von den Schülern eigens interpretiert und anschließend wurde zum Zeichen der Gabe eine Fackel vor dem Altar entzündet – für jede Gabe eine eigene.

Auch diesmal konnte die Hl. Messe durch den Schulchor klanglich ausgeschmückt werden. An der Orgel saß Schul- und Seminarorganist Ludwig M. Jetschke.

 Vergelt´s Gott!“ allen, die bei der Vorbereitung und Mitgestaltung des Gottesdienstes beteiligt waren!

 Die Schulleitung wünscht allen ein schönes Pfingstfest und erholsame, aber auch geistreiche Ferien! (nk)




Goethe, Schiller, Buchenwald - Eine Wanderung durch die Geschichte Weimars

Am 05. Mai diesen Jahres fanden sich die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe - auf Anregung von Herrn Schmitt und Herrn Boosz - zusammen, um das kulturelle und geistige Zentrum des 18. und 19. Jahrhunderts, die Stadt Weimar, zu besuchen.

Mit dem Bus erreichten wir nach zweieinhalbstündiger Fahrt die beschauliche thüringische Kleinstadt Weimar. Sogleich ging es zu Fuß von der Anna-Amalia-Bibliothek – unserem Treffpunkt – zum Wohnhaus Goethes, einem unverbauten Zeugnis klassischen Lebens und Wirkens. Nach einem einführenden Film stand die Besichtigung des Wohnhauses an. Bereits der Fußabtreter mit der Aufschrift „Salve“ gefiel. So also beschauten wir jedes der Zimmer. Die alten Dielen auf dem Fußboden knarrten und knackten bei jedem Schritt. Dies tat dem besonderen Charme des Anwesens allerdings keinen Abbruch, vielmehr verstärkte es die charismatische Aura die es zu umgeben schien. Man fühlte sich wie von Goethe selbst eingeladen.

In einem Zimmer stand ein alter Tisch mit Stühlen darum und alten Gemälden an den Wänden. In einem anderen bewahrte der Naturforscher Goethe Kristalle und anderes Gestein auf. Wieder in einem empfing er seine zahlreichen Gäste. Ob ihm die Massen von Besuchern, die sich durch die schmalen Gänge und Zimmer quetschten, gefallen würden bleibt zu bezweifeln.

Über eine Wendeltreppe gelang man in die privaten, damals unzugänglichen, Wohnräume des Dichters. Dort waren seine Schreibwerkstatt, eine 7000 Bände umfassende Bibliothek und sein späteres Sterbebett. Überall vernahm man den Geruch von altem Holz und alten Büchern. Man tauchte ein in eine faszinierende, unberührte alte Zeit. Die Uhren schienen wie stehen geblieben.

Hinter dem Haus verbarg sich ein idyllisches Kleinod, ein feiner romantischer Garten, eingebettet in das klassische Fachwerkpanorama Weimars.

Danach mussten wir uns erst einmal stärken. Eine deutsche Fast-Food-Kette versorgte uns mit allerlei Meeresgetier. Manch einer bevorzugte aber regionale Wurstspezialitäten oder amerikanische Fleischfladen im Brötchen. Doch schlussendlich wurde jeder satt.

Nun hatten wir noch ein wenig Zeit zur freien Verfügung. Einige durchstreiften das alte Weimar zu Fuß, andere erkundeten es per Kutsche, hierbei erwies sich ein robuster Magen als gute Abhilfe zum ständigen Gerüttel und Geschüttel der großen Kutsche. Der Schwager konnte zwar mit reichlich guten Ortskenntnissen glänzen, jedoch drang seine Stimme nicht bis zur letzten Reihe des Kutschwagens, leider. Vorbei an Schlössern, Museen (Bauhaus) und dem Goethe-Schiller-Denkmal trafen alle nach einer Weile pünktlich am Treffpunkt zusammen. Hier und da wurde natürlich noch ein Foto geschossen.

Circa um 14:30 Uhr setzten wir dann die Fahrt zum Konzentrationslager Buchenwald fort. Dort angekommen wurden wir nicht wie im Goethe-Haus mit dem Wort „Salve“ begrüßt - vielmehr sollte uns der Ausspruch: „Jedem das Seine“ an eines der größten Verbrechen der Menschheit erinnern.

Widerwillig durchschritten wir das rostige Eingangstor. Die abgerissenen Baracken unterstrichen das Gefühl von Ohnmacht und Wut gegenüber den Taten der NS-Zeit umso mehr. Der weitreichende Panoramablick vom Ettersberg aus über das Tal muss wohl damals für die Häftlinge unerträglich gewesen sein.

Zuerst sahen wir uns das größte Elend an: die Todesanlage mit den Leichenschächten und dem Krematorium. Ein Anblick des Schreckens bot sich uns, hier, wo einst so bekannte Persönlichkeiten wie Ernst Thälmann u. a. erschossen worden waren. Die original erhaltenen Räume  und die angebrachten Fotografien machten die bittersten Jahre unserer Geschichte quasi erleb- und fühlbar. Jedem stockte der Atem, man fühlte mit und wollte dennoch gehen. Einfach weg! Vorbei an jüdischen Gedenkplatten und der alten Goethe-Eiche - Goethe würde sich bei diesem Anblick wohl im Grabe herum drehen – betraten wir ein großes mehrstöckiges Gebäude aus Stahl und Beton. Eines der letzten Reliquien der NS-Diktatur. In ihm konnte  eine Ausstellung über das „Leben“ bzw. Überleben im KZ, den Menschen, der Geschichte und der Befreiung besichtigt werden.

Wer im Krematorium noch nicht geschockt war, war es spätestens jetzt! Die meisten verließen daraufhin das Gelände. Die Impressionen waren zahlreich und stark, regten zum Nachdenken an. Bilder, die unter die Haut gingen und die unser Gedächtnis wohl nie wieder verlassen werden. Für Interessierte ergab sich zum Abschluss noch die Möglichkeit einen Kurzfilm über das Lager und die Todesmaschinerie der Nationalsozialisten anzusehen.

Nach vielen schönen Eindrücken aus Weimar und einigen umso schockierenderen aus dem KZ Buchenwald verließen wir schließlich den dennoch schönen Freistaat Thüringen gen Süden, Richtung Bamberg, wo wir zur frühen Abendstunde (ca. 20 Uhr) ankamen.

 Insgesamt also ein sehr gelungener Ausflug. Auf eine baldige Wiederholung ...  (Paul Weber, Q 11)





Im Kreuz ist Heil, Leben und Hoffnung!

Schulgemeinde feierte Gottesdienst vor den Osterferien

Am letzen Schultag vor den Osterferien versammelte sich die Schulgemeinde zur Feier der Hl. Messe in der Hauskapelle. Schulleiter P. Roland Hinzer O.Carm. stand der Feier vor.

Im Gottesdienst sollte die zweifache Bedeutung des Zeichens des Kreuzes beleuchtet werden. Um die verschiedenen Bedeutungen zu veranschaulichen brachten sowohl Lehrer als auch Schüler zuerst fünf Gegenstände zum Kreuz, die das Schlechte und Unheilvolle des Kreuzes darstellen sollten, wie etwa Nägel, eine Faust, ein Dornenkranz, ein Seil oder einen Stein.

Im Gegenzug wurden dann noch fünf Symbole vor den Altar gebracht, die die  Gute und Heilbringende Seite des Kreuzes darstellen sollten, wie etwa eine Efeuranke, ein Anker, ein Wasserkrug, Blätter oder ein weißes Tuch.

Für uns Christen sei das Kreuz in erster Linie das Zeichen der Hoffnung schlechthin, da es zum Zeichen für die Erlösungstat Jesu Christi am Kreuz steht.

Der Schulchor und Organist Ludwig Jetschke gestalteten den Gottesdienst musikalisch und verliehen ihm auch diesmal wieder eine besondere Note.

Die Schulleitung wünscht allen Schülern und Lehrern gesegnete Feiertage und schöne Ferien. (nk)





Wo ein Wille, da ein Weg!

Informationsabend war ein Erfolg

Am Mittwoch, dem 24. Februar konnte das Theresianum wieder viele Interessenten über den zweiten Bildungsweg am Theresianum informieren.

Bis auf den letzten Platz war die obere Pausenhalle besetzt und alle hörten aufmerksam den Referenten zu. Das Schulsystem des G8 und die Besonderheiten am Theresianum wurden von OStR i.K. Dieter Bördlein vorgestellt. Den Blick auf das Theresianum aus der Schülersicht brachte die SMV den Interessenten näher. Das Seminar Theresianum wurde von Seminarsprecher Severin Tyburski und Michael Kätzel, der die Präsentation neu gestaltete, vorgestellt.

Im Anschluss an die Referenzen gab es dann Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit den Lehrkräften der Schule.

P. Roland Hinzer o.carm. wies immer wieder darauf hin, dass der Weg über das Theresianum nicht der leichteste sei, dass man ihn aber mit der entsprechenden Disziplin und Lernbereitschaft gut meistern könne, denn wo ein Wille, da ist auch ein Weg.





“Schiller, Tod und Teufel” - Autor Peter Braun am Theresianum

“Schiller, Tod und Teufel” - unter diesem “schillernden” Motto traf sich die elfte Jahrgangsstufe des Theresianum Bamberg am 14. Dezember 2009 in der Klosterbibliothek des ehemaligen Marianum mit dem Schriftsteller und Journalisten Peter Braun. Schon bei der Begrüßung durch den Schulleiter Pater Roland wurde deutlich, dass der Gast kein Unbekannter an dieser Schule ist. Peter Braun hat nicht nur als Autor bereits mehrere Lesungen am Theresianum gehalten, sondern dort auch seine Schulzeit, nach eigenen Worten eine “amüsante” Phase seines Lebens, mit dem Abitur beendet. Allein schon durch diese Verbindung, aber auch durch seine lockere Art zog der Bamberger Autor die knapp vierzig jungen Erwachsenen schnell in seinen Bann. Sein Theatermonolog bot den Schülerinnen und Schülern interessante und amüsante Einblicke in die unterschiedlichen Persönlichkeiten und die facettenreiche Beziehung der bekannten Weimarer Dichterfreunde.

Ausgangspunkt für die literarischen Gedanken Brauns ist die historisch belegte Tatsache, dass sich der alte Goethe 1826 den vermeintlichen Schädel Schillers aus der Gruft hat holen lassen, um ihn sich für mehrere Monate auf einem blausamtenen Kissen gebettet auf den Schreibtisch zu stellen. Vor diesem Totenkopf nun reflektiert der große Dichterfürst, der sich selbst schon dem Tode nahe fühlt, über sein wechselhaftes Verhältnis zu Schiller - von der anfänglichen Abneigung gegen den verspäteten Stürmer und Dränger über die literarisch inspirierende Freundschaft der sich selbst gegen andere abgrenzenden “Klassiker” bis hin zur Rivalität mit dem lästigen Konkurrenten. Es geht um Freundschaft, um Seelenverwandtschaft (“Er war ich, ich bin er!”) und um die Wahrheit über den Tod: “Wer sich erinnert, besiegt den Tod.”

Goethe weist in seiner Rechtfertigungsrede, die er einem imaginären Schreiber diktiert, sämtliche Vorwürfe zurück: am Tode seiner Frau, seines Sohnes, seines literarischen Freundes. Dabei können die Zuhörer nicht nur einen Blick in das Innenleben des eitlen, egozentrischen Dichterfürsten werfen, sondern auch die wichtigsten Personen aus seinem engsten Umfeld kennen lernen: Goethes langjährige Geliebte und erst spät geheiratete Ehefrau Christiane, die am Ende alleine sterben muss, seine “Erzieherin” Charlotte von Stein, die sich nach Goethes literarischem und sexuellem Erwachen während der Italienreise in Hetztirade gegen die Vulpius ergehen wird, und vor allem den ständig kranken und anfälligen Schiller, der selbst alles andere als ein “Kraftkerl” gewesen ist.

Viele aus dem Literaturunterricht bekannte Ereignisse klingen an, Schillers Ausbruch aus der Karlsschule, Goethes Verhältnis zu Frau von Stein, seine Flucht nach Italien, der Beginn der Zusammenarbeit der beiden “Klassiker” nach ihrer Begegnung in Jena - und doch werden diese sonst so nüchternen Daten auf eine ganz neue Weise lebendig in Szene gesetzt. Kein Hauch von Erhabenheit weht durch den Raum, wenn Peter Braun Schiller im Hinblick auf dessen körperliche Anfälligkeit zitiert: “Die verfluchten Verstopfungen, sie bringen mich alle Jahre um ein Trauerspiel.” Fünfzig Jahre hat Friedrich Schiller werden wollen, 45 sind es am Ende nur geworden, sein sich über neun Tage hinziehender Tod hat nichts Edles an sich: “Schiller starb nicht, Schiller verreckte.” Enorm die Fülle des literarischen Schaffens gerade angesichts des immer schlechter werdenden Gesundheitszustandes - während der etablierte Geheimrat kein vollendetes Werk vorzulegen hat, der “Faust” noch immer nicht vollendet ist.

Schillers Wechsel nach Weimar 1799 als Versuch des literarisch stagnierenden Goethe am Aufstieg des jüngeren Talents teilzuhaben - ein “Eigentor” des Dichters?

“Er war der Stachel in meinem Fleisch und ich musste ihn noch einmal beseitigen - und diesmal für immer.” Starb Schiller an einer schleichenden Arsenvergiftung, ausgelöst durch die vom Freund ausgesuchten grünen Tapeten in seinem Gartenhaus? Starb er aus verschmähter Liebe zu dem Älteren, der den erfolgreicheren Dramatiker immer mehr zurück wies? Schrieb sich Schiller buchstäblich zu Tode - angetrieben durch seinen eigenen Schaffensdrang und die ihn überhäufenden Aufträge des Herzogs, hinter denen als Motor Goethe stand?

Deutlich wird in diesem Monolog Brauns, dass Goethe nach Schillers Tod in eine neue schöpferische Phase eintritt: “Schiller starb und ich war frei.” Von Trauer ist nicht die Rede, eher von Erleichterung und - auch im Angesicht des eigenen Todes - von Verdrängung. Goethe wolle nicht an den Tod erinnert werden, sonst werde er krank, und wenn er krank sei, könne er nicht schreiben. Goethe fürchtet den Tod, mehr noch das Vergessenwerden. Ein Armengrab wie Schiller soll ihm, dem großen Dichterfürsten, nicht beschieden sein. Goethe wird noch zu Lebzeiten als literarisches Denkmal verehrt. Von diesem Sockel hat ihn Peter Braun in seinem Theatermonolog erfolgreich herunter geholt und damit den interessiert lauschenden Schülerinnen und Schülern neue Denkanstöße gegeben.

Dass die Lesung auf Resonanz gestoßen ist, wird auch bei den vielfältigen Fragen der jungen Erwachsenen deutlich. Ob zur Schulzeit und zum Werdegang als Autor, zu seinen bevorzugten literarischen Gattungen und dem Medium Fernsehen, zum Literaturnobelpreis oder ganz allgemein zum literarischen Leben  - Peter Braun geht offen, humorvoll und sachkundig auf alle  Beiträge ein und leistet noch so nebenbei Berufsberatung für zukünftige Autoren oder Journalisten.

Am Ende der zweistündigen Veranstaltung bedankt sich OStRin Angela Kestler, die den Gast im Namen der Fachschaft Deutsch ans Theresianum eingeladen hat, ganz herzlich bei Peter Braun mit einem kleinen Präsent. Dieser verspricht auch in Zukunft immer dann, wenn er gebraucht wird, für seine alte Schule da zu sein. (ak)



06. Dezember 2009 - St. Nikolaus

Einen Tag nach dem Gedenktag des Hl. Bischofs Nikolaus v. Myra, der vor allem für seine große Barmherzigkeit bekannt ist, kam er auch an das Theresianum nach Bamberg. In feierlichem Ornat und mit zwei Engeln besuchte er jede Klasse und verteilte Nikoläuse aus Schokolade.

Die Lehrer mussten dabei als Stabhalter herhalten und ein Nikolaus- oder Weihnachtsgedicht aufsagen und die Schüler sollten die drei himmlischen Besucher mit einem Nikolauslied besingen – dies funktionierte bei den Einen mehr, bei den Anderen weniger gut…

Im Großen und Ganzen sind die Lehrer und Schüler am Theresianum das vergangene Jahr über brav gewesen und haben sich ihr kleines Geschenk verdient, so der Hl. Nikolaus. (nk)


Ein doppelter Grund zu feiern!

Einen doppelten Grund zu feiern hatte unsere Schul- und Seminarsekretärin Frau Wilma Credner. Ende Oktober feierte sie ihren 60. Geburtstag und am 01. Dezember kann sie auf ihre nunmehr 30-jährige Beschäftigung am Theresianum zurückblicken.

Zu ihrem 60. gab es einen kleinen Stehempfang im Lehrerzimmer, zu dem auch die Schüler- und Seminarvertretung eingeladen war.

Seminarsprecher Severin Tyburski überreichte der Jubilarin im Namen der Seminargemeinschaft einen Gutschein vom neu eröffneten „Karmeliten Klosterladen“ und Giovanni Laporta überreichte ihr als Vertreter der SMV eine Geburtstagstorte. Auch Lehrerkollegium und Provinzleitung überreichten der Jubilarin ein Geschenk zum Zeichen des Dankes und der hohen Anerkennung.

Frau Credner kam 1979 durch einen glücklichen Umstand ans Theresianum, wo sie die Nachfolge von Frau Polzschuster antrat, die aus Altersgründen aus ihrem Beruf schied. Seit dieser Zeit ist Frau Credner auf ihre ganz eigene Art und Weise engagiert für das Theresianum tätig und ist mit Leib und Seele bei der Arbeit. Dabei ist sie weit mehr als Sekretärin, wobei das schon ein ausfüllender Job am Theresianum ist; Für den ein- oder anderen Seminaristen ist sie sogar zu so einer Art Seelentrösterin geworden, die für jegliche Sorgen immer ein offenes Ohr hat und zuhört.

 Eines ist heute schon gewiss: Sollte einmal die Zeit kommen, in der ihre Stimme nicht mehr durch die Durchsageanlage zu hören ist, dann wird dem Gesicht des Theresianums ein wichtiger Mosaikstein fehlen!

Frau Credner sei ein herzliches Vergelt´s Gott gesagt; wir wünschen ihr alles, alles Gute für die weiteren Jahre hier bei uns am Theresianum! (nk)


"Von längst gefallenen Mauern im Lande und stehen gebliebenen Resten in den Köpfen"

Zwanzig Jahre ist es nun her, dass ein "kleiner" Irrtum die Welt veränderte. "Schabowski´s Zettel" war es, der die DDR-Bürger in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1989 zu den Grenzübergangsstellen Berlins drängte. Die Bekanntmachung des neuen Reisegesetzes durch Günther Schabowski, welches nun auch Privatreisen ins Ausland, ohne Vorliegen besonderer Voraussetzungen, erlaubte, löste großes Erstaunen auf der internationalen Pressekonferenz aus. Auf die Frage: "Wann tritt das in Kraft?" antwortete Schabowski: "Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." Dies war jedoch falsch, da die Regelung erst am folgenden Tag um vier Uhr früh veröffentlicht werden sollte, also mit einer Sperrfrist versehen war, was Schabowski nicht wusste und überlas. Aus heutiger Sicht: Zum Glück.

Trotz alledem wäre die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, ohne das Bestreben der ostdeutschen Bevölkerung in Freiheit, Wohlstand und Würde zu leben, in Form einer friedlichen Revolution, nicht möglich gewesen. Letzten Endes ebneten die Staats- und Regierungschefs Europas und der USA den Weg für die endgültige Zusammenführung der DDR mit der BRD. Allerdings wäre etwas anderes wohl kaum denkbar gewesen.

Diesen Tag nun feierte und gedachte die Schulgemeinde des Theresianums mit einem anderthalbstündigen Film, zum Thema: "Schabowski´s Zettel" (ARD), der den genauen Tagesablauf, vom Verfassen des Reisegesetzes bis hin zum Fall der Mauer am Brandenburger Tor, darlegte.

Soll uns dieses Ereignis mahnen, uns mit Glück und Stolz erfüllen, Ost und West zusammenführen und nach zwanzig Jahren endlich auch "die Mauer in den Köpfen" zum Einsturz bringen, damit wir nie wieder Mauern bauen, die Staaten trennen, Städte, Familien, Menschen!

(Paul Weber, Q11/1)


1. Oktober

Patrozinium von Schule und Seminar

Ein wichtiger Bestandteil des Lebens am Theresianum ist das Patronatsfest am 1. Oktober eines jeden Jahres. An diesem Tag begeht die katholische Kirche den Gedenktag der Hl. Theresia von Lisieux, der Namensgeberin des Spätberufenenwerkes Theresianum in Bamberg.

Der Festtag begann mit einem Hochamt in der Klosterkirche der Karmeliten. Ehrengast war in diesem Jahr der Hochwürdigste Herr Generalvikar der Erzdiözese Bamberg Monsignore Georg Kestel. Mit ihm am Altar standen Schuldirektor P. Roland Hinzer o.carm. und Seminardirektor P. Gerhard Förtsch o.carm. Im Anschluss an die Messfeier begab sich die Schulgemeinde in den Lichthof, um dort gemeinsam mit ihrem Ehrengast anzustoßen.

Der Generalvikar zeigte sich sehr am Theresianum interessiert und sprach auch mit einigen Schülerinnen und Schülern. Gemeinsam mit den Seminaristen und der Schulleitung aß er dann im Speisesaal des Seminars zu Mittag und trug sich in das Gästebuch des Seminars ein. Mit einem Gruppenbild vor der Theresiensäule endete der Festakt. Der Generalvikar sagte ausdrücklich, dass er sehr am Theresianum interessiert sei und engen Kontakt zum „Nachbarhügel“ halten wolle, haben Schule und Seminar doch schon viele Priester und Ordensleute hervorgebracht und das geistliche Leben in der Erzdiözese bereichert. (nk)








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